Die Generalmusikdirektoren

In 125 Jahren hatte das Philharmonische Orchester 26 Chefs, die es prägten und immer wieder zu Höchstleistungen führten. Für einige Generalmusikdirektoren wurde Freiburg sogar zum Sprungbrett für eine internationale Karriere.

 


 

Vor der Gründung des städtischen Orchesters

Hermann Dimmler, Gründer des Philharmonischen Vereins
Hermann Dimmler

Bevor 1887 in Freiburg das städtische Orchester gegründet wurde, gab es bereits markante Persönlichkeiten, die sich der musikalischen Belange der aufstrebenden Stadt annahmen. So hatte Hermann Dimmler 1877 den Philharmonischen Verein gegründet und einige berühmte Musiker und Komponisten der Zeit für Gastspiele nach Freiburg geholt, darunter Clara SchumannEugen d’Albert und Franz Liszt. Zudem hatte die Stadt schon 1867 den Posten eines ständigen städtischen Kappelmeisters geschaffen, der das aus Militärmusikern und Dilettanten bestehende Theaterorchester leitete. Unmittelbar vor der Gründung des städtischen Orchesters leitete Kapellmeister Giesecker die Musiktheater- und Konzertaufführungen des Theaterorchesters. Diese noch mehr auf Liebhaberei als auf professionellem Musikbetrieb aufbauenden Initiativen bewirkten immerhin, dass dem Freiburger Bürgertum musikalische Unterhaltung immer wichtiger wurde und man schließlich „ein ständiges städtisches Orchester“ als wünschenswert empfand.

 

Die Kapellmeister 1887–1924

1887 war es soweit. Zusammen mit der Erweiterung der Festhalle und einer großen Gewerbeausstellung wurde 1887 einem Finanzierungsplan für ein Städtisches Orchester zugestimmt, da der Zeitpunkt da sei (so steht es in der Vorlage an den Bürgerausschuss) „wo die Hoffnung und das Streben aller Musik- und Kunstfreunde der Stadt, die Gründung eines auf der Höhe der Zeit und seiner Aufgaben stehenden ständigen Orchesters, eines wirklichen Kulturinstitutes, sich erfüllen wird”. Es war geplant, dass dieses Orchester, vor allem in den Wintermonaten, die Theaterarbeit übernehmen und in den Sommermonaten die „Fremdenstadt“ Freiburg mit einer „Städtischen Churmusik“ ausstatten sollte, und schließlich waren noch sechs bis acht Sinfoniekonzerte in der Korn- oder Sängerhalle vorgesehen. Am 4. Oktober 1887 trat das neue Stadtorchester mit einer Lohengrin-Aufführung erstmals an die Öffentlichkeit. Das erste Sinfoniekonzert fand am 12. Oktober unter der Leitung des Kapellmeisters Wilhelm Bruch statt. Das Programm umfasste Wagners Tannhäuser-Ouvertüre, die Einleitung zum 5. Akt aus der heute vergessenen Oper König Manfred von Karl Reinecke, dessen Konzert für Cello und Orchester, die 2. Rhapsodie von Franz Liszt und Beethovens 5. Sinfonie. In den ersten Jahren des Bestehens des Stadtorchesters behielt das Musiktheater Vorrang. So sind in der ersten Spielzeit 60 Vorstellungen von 37 Opern verzeichnet, weitere 60 Vorstellungen von Schauspielmusiken kamen hinzu.

Gustav Starke, Kapellmeister 1890–1919, Opernspielleiter 1919–1924
Gustav Starke

Von 1890 bis 1919 leitete Gustav Starke das Orchester und legte das Gewicht auf die Opernarbeit; von 1919 bis 1924 war er noch als Opernspielleiter in Freiburg tätig. Die am meisten gespielten Opern seiner Amtszeit waren Der Freischütz, Die Zauberflöte, Figaros Hochzeit, Don Giovanni, Fidelio, Zar und Zimmermann und Undine. Dazu wurden sämtliche Bühnenwerke von Richard Wagner aufgeführt, von 1913 an auch Parsifal. Nach der Jahrhundertwende konnte man unter Starkes Leitung aber auch Strauss’ Salome und Ariadne auf Naxos in Freiburg erleben. In seinen Konzerten schätzte Starke ganz besonders die Sinfonien von Beethoven, Anton Bruckner und Gustav Mahler, wogegen er Klassiker wie Haydn und Mozart fast völlig vernachlässigte.

Nach der Eröffnung des Theaterbaus 1910 und der Erweiterung des Orchesters auf 60 Mitglieder bis 1912 stand der Krieg einer Weiterentwicklung des Orchesters entgegen. In der Nachkriegszeit setzte Camillo Hildebrand weitgehend die Linie seines Vorgängers Gustav Starke als Orchesterleiter fort und führte zudem eine umfangreiche Pfitzner-Pflege in Freiburg ein. Unmittelbar nach Kriegsende war Richard Strauss zu Gast in Freiburg und dirigierte seine Alpensinfonie, die Josephslegende und Salome.

 

Ewald Lindemann, erster Generalmusikdirektor 1924–1929
Ewald Lindemann

Die ersten Generalmusikdirektoren 1924–1944

Mit Beginn der Spielzeit 1924/25 war Max Krüger als neuer Intendant nach Freiburg gekommen und mit ihm Ewald Lindemann, mit dem die Zeit der Freiburger Generalmusikdirektoren beginnt. Das bislang mit ‚moderner‘ Musik kaum konfrontierte Freiburger Publikum erlebte gleich in Lindemanns erstem Konzert die Uraufführung von Paul Hindemiths Nusch-Nuschi-Tänzen aus dem Nusch-Nuschi-Spiel. Kurze Zeit darauf wurde unter seiner Leitung erstmals in Freiburg Schönbergs Kammersinfonie aufgeführt. Heftige Abwehrbekundungen des offenbar unvorbereiteten und überforderten Publikums veranlassten Lindemann zur Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft für neue Musik“. Der Dirigent erläutert im Vorwort zur Gründung dieser Gesellschaft:

Ich will nicht von „Problemen“ sprechen, mit denen sich heute jeder einigermaßen ernstzunehmende Konzertbetrieb einer Stadt auseinandersetzen muß, nur von der ganz natürlichen Entwicklung, die in Freiburg seit Jahren fast unbeachtet blieb. Die Aufführung einer der ersten Mahler-Sinfonien bedeutet in den städtischen Konzerten schon die Grenze ... Und nur so ist es schließlich erklärlich, daß meine Symphonieprogramme einer anfänglichen Befremdung, teilweise sogar Ablehnung begegneten und sich von Mal zu Mal Boden gewinnen müssen. (Nennt ein Teil des Publikums meine Programme doch heute noch modern!).
(Freiburger Theaterblätter, 3. Heft, 1/1925, S. 19.)

Die Arbeitsgemeinschaft für neue Musik hatte sich zum ZieI gesetzt, durch vierzehntäglich stattfindende kostenlose Konzerte das Publikum in die Musik der Gegenwart einzuführen, wozu die Stadt den Kornhaussaal, ebenfalls kostenlos, zu Verfügung stellte. Lindemann verstand es in den folgenden Jahren, die Sinfoniekonzerte des städtischen Orchesters durch geschickte Programmplanung zum kulturellen Mittelpunkt der Stadt werden zu lassen. Gezielte Matineen, Beethoven-Zyklen, die ersten Freiburger Aufführungen von Bruckners 9. Sinfonie und Mahlers Auferstehungssinfonie zeugen von Lindemanns kulturpolitischem Engagement. Die Besetzungszettel seiner Konzerte verzeichnen namhafte Gastdirigenten und bedeutende Solisten wie Wladimir Horowitz, Sergei Prokofjew, Elly Ney und Paul Hindemith (als Bratschist).

Hugo Balzer, GMD 1929–1934
Hugo Balzer

1929 wurde Lindemann von Hugo Balzer abgelöst, der bis 1933 im Amt blieb. Balzers Programmgestaltung geriet bald in die Zwänge kulturpolitischer Auseinandersetzungen, dennoch brachte er Werke wie Ravels Bolero, Debussys La Mer und Arthur Honeggers sinfonischen Psalm König David zur Aufführung. 1931 wurde zudem unter seiner Leitung Bergs Wozzeck in Freiburg erstaufgeführt, ein Jahr zuvor Hindemiths Cardillac. Noch 1933 ließ Balzer in einem Konzert Strawinskys Feuervogel-Suite, Hindemiths Konzertmusik für Klavier, Blechbläser und Harfen, Mozarts Klavierkonzert in D-Dur zusammen mit Regers Mozart-Variationen aufführen. Dies rief rasch die boshafte Kritik der nationalsozialistischen Tageszeitung Der Alemanne“ auf den Plan. Kurz nach der Machtübernahme wurde Balzer als GMD verabschiedet.

Franz Konwitschny, GMD 1934–1939
Franz Konwitschny

Zunächst nur als musikalischer Oberleiter, ab 1934 jedoch als GMD, folgte Franz Konwitschny. Er war zu Beginn seiner Amtszeit politischem Druck aus dem Stab des Stellvertreters des Führers ausgesetzt, der ihm vorwarf wurde, in Wirklichkeit tschechischer Staatsbürger und außerdem „kein Parteigenosse“ zu sein. Konwitschny reagierte, indem er über den damaligen Intendanten des Theaters, Albert Kehm, mitteilen ließ, er sei „in seiner Heimat in Böhmen seit 1923 Mitglied der Deutschen Arbeiterpartei (Hitler-Partei) gewesen“.

Konwitschnys musikalisches Programm war auf eine nationalistische Kulturpflege hin ausgerichtet. In seiner Amtszeit waren Händel, Haydn, Mozart, Beethoven, Reger und Bruckner (einer der Liebslingskomponisten Hitlers) die häufigsten Namen auf den Konzertprogrammen. Einheimische Komponisten wie Zöllner und Weißmann gewannen an Bedeutung und waren in mehreren Konzerten vertreten. Mit aufwendigen Festveranstaltungen wie 1935 dem 5. Bruckner-Fest, 1936 dem 10. Deutschen Reger-Fest und 1937 dem Brahms-Fest machte sich Konwitschny bald zum „musikalischen Führer” der Stadt. Das gilt auch für seine Bedeutung als Dirigent des Musiktheaters – vor allem von Wagners Ring, der seit 1934 jährlich (mitunter sogar mehrmals) gegeben wurde. In seiner Forschungsarbeit zur Geschichte des Stadttheaters im Nationalsozialismus fasst Thomas Salb die Programmgestaltung dieser Jahre so zusammen:

Eine Auswahl ausschließlich deutscher und arischer Komponisten sollte und konnte auch beim Publikum den Eindruck einer kulturellen Revolution erwecken. Kompromisse in der Spielplangestaltung mußten bei dem reichhaltigen „arischen Musikangebot nicht eingegangen werden, so daß sich um die Konzerte vorerst keine kulturpolitische Richtungsdiskussion entspann oder daß es gar zu Auseinandersetzungen kam. Die Grundhaltung des Konzertpublikums war außerdem trotz der Versuche Lindemanns, neue Musik zu etablieren, äußerst konservativ. [...] Wollte man einen ersten auffälligen Kurswechsel in der Freiburger Konzertgestaltung markieren, so läge er nicht etwa nur im Jahre 1933, sondern schon zu Balzers Amtsantritt 1928. Nach der „Machtergreifung brauchten nur noch „nichtarische Komponisten vom Spielplan entfernt zu werden, „Neutöner“ waren schon seit längerer Zeit in Freiburg fast verstummt.
(Thomas Salb, „Trutzburg deutschen Geistes? Das Stadttheater Freiburg in der Zeit des Nationalsozialismus“, Freiburg 1993, S. 333)
Bruno Vondenhoff, GMD 1939–1944
Bruno Vondenhoff

1938 verließ Konwitschny Freiburg, und Bruno Vondenhoff nahm seine Position ein. Allerdings war unter dem politischen Druck keine eigenständige Programmgestaltung mehr möglich und so bestimmten, vor allem seit Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939, Händel und Bach sowie deutsches Standardrepertoire aus Klassik und Romantik die Programme. Jedes Experiment wurde unterdrückt. Der Spielbetrieb von Oper und Konzert wurde aufrecht erhalten bis zum 1. September 1944, dem Beginn des „totalen Krieges“. Schon im Juni 1945 – das Stadttheater war noch völlig zerstört und der Krieg erst einen guten Monat vorbei – wendete sich Vondenhoff mit mehreren Briefen an den neuen Bürgermeister Dr. Max Keller, um seine Stelle als Generalmusikdirektor zurückzuerhalten, aus der er ein Jahr zuvor entlassen worden war. Vondenhoff sah sich als Opfer einer Intrige des Intendanten Paul Hieber und des Freiburger Oberbürgermeisters Franz Kerber (NSDAP), die ihn 1944 aus dem Amt gedrängt hätten, weil – so schreibt Vondenhoff – „meine Frau nicht rein-arisch ist“. Daher erklärt er in einem seiner Briefe:

Sie werden verstehen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, dass ich diese Vorgänge und den mir von den nationalsozialistischen Machthabern in Freiburg zugefügten Schaden unter keinen Umständen auf sich beruhen lassen sondern für mein moralisches Recht bis zu meiner Rehabilitierung kämpfen werden.
(Brief Vondenhoff an OB Keller vom 4. Juni 1945 (Stadtarchiv C4/V/4/10))

Wie begründet dieser Wiedergutmachungsanspruch Vondenhoffs war, der ja bis 1944 noch selbst den nationalsozialistischen Kulturbetrieb mit aufrechterhielt, ist heute schwer nachzuvollziehen. Sicher ist nur, dass es nicht zu einer Einigung zwischen dem Oberbürgermeister und dem Dirigenten kam, der schließlich eine Stelle in Frankfurt am Main als Intendant und Generalmusikdirektor fand. Dass Vondenhoff trotz allem noch eine Verbundenheit zur Freiburger Bühne empfunden haben muss, belegt ein Brief an den Oberbürgermeister Dr. Hoffmann aus dem Januar 1950, in dem Vondenhoff in warmen Worten zur Wiedereröffnung „seines geliebten Theaters“ gratuliert.

 

Kontinuität und Erneuerung 1945–1965

Probe von Wagners „Meistersingern“ 1949, mit denen der Opernbetrieb am Theater Freiburg wieder eröffnet wurde.
Probe von Wagners Meistersingern 1949, mit denen der Opernbetrieb am Theater Freiburg wieder eröffnet wurde.

Am 21. September 1945 fand in den Räumen des Casinos das erste Sinfoniekonzert nach dem Krieg statt. Auf dem Programm standen Schuberts 5. Sinfonie, das Cellokonzert von Saint-Saëns und Beethovens 1. Sinfonie (Beethoven war der Spitzenreiter unter den Komponisten, die in der Nachkriegszeit gespielt wurden). Die Leitung hatte Wilhelm Schleuning, der bis 1951 als Orchesterleiter wirkte und vor allem Beethoven und das klassische Repertoire in seinen Konzerten bevorzugte. 1949 leitete Schleuning die erste Opernaufführung im Großen Haus seit dem Krieg, Wagners Die Meistersinger von Nürnberg.

Heinz Dressel, GMD 1951–1956
Heinz Dressel

Von 1951 bis 1956 wurde Heinz Dressel Orchesterleiter und formulierte in der Festschrift zum 65-jährigen Bestehen des Philharmonischen Orchesters eines seiner Hauptanliegen: zu erkennen, was zu tun war, um das Kulturleben vor einem erneuten Zerfall zu bewahren. Vor allem die Jugend sollte stärker angesprochen werden. Dressel richtete die Aufführungspraxis in mancher Hinsicht auf dieses Ziel aus. Für zeitgenössische Musik wurden zwei Studiokonzerte angeboten, in denen u. a. Strawinskys Sinfonie in drei Sätzen und ein Klaviertkonzert Béla Bartóks erstmals in Freiburg zu hören waren. In den eigentlichen Sinfoniekonzerten gab sich Dressel jedoch konventioneller, auch wenn er hier neuest Kompositionen von Paul Hindemith und Arthur Honegger vorstellte. Daneben lernte das Freiburger Publikum auch die Werke der Schweizer Komponisten Othmar Schoeck und Willy Burckardt kennen, die eine gemäßigt moderne Linie vertraten. Insgesamt weisen die vielfältigen Konzertprogramme Heinz Dressel als wenig experimentierfreudigen Dirigenten aus, aber trotzdem ist sein fast didaktischer Ansatz mit dem seines Vorgängers Lindemann zu vergleichen und wie dieser verhalf auch er dem PhiIharmonischen Orchester zu einem neuen Selbstverständnis.

Hans Gierstner, GMD 1956–1965
Hans Gierster

Es folgte im Jahre 1956 Hans Gierster als neuer Orchesterchef des Philharmonischen Orchesters der Stadt Freiburg. Seine Amtszeit reichte bis ins Jahr 1965. In diesen neun Spielzeiten setzte er weitgehend die wenig experimentierfreudige Programmgestaltung seines Vorgängers fort. Im Zentrum seiner Sinfoniekonzerte standen die Sinfonien von Beethoven (die er in seiner Amtszeit gleich mehrfach aufführte), Brahms, Bruckner, Dvorák, Mozart, Schubert und Schumann. Von Mahler stellte er dem Freiburger Publikum lediglich die 1. und 4. Sinfonie vor, von Tschaikowsky nur die 5. und von Mendelssohn nur die 4. Sinfonie. Mit Ausnahme von Tod und Verklärung führte er fast das ganze Orchesterschaffen von Richard Strauss auf. Er pflegte zudem Pfitzner, Sibelius, Strawinsky und Prokofjew, während Berg, Schönberg, aber auch Zeitgenossen wie Britten nicht gespielt wurden. Das Opernrepertoire dieser Jahre wurde bestimmt von der deutschen Oper von Mozart und Strauss, ergänzt von zahlreichen Werken der französischen und deutschen Spieloper. Rossini, Donizetti und vor allem Verdi erweiterten das Repertoire. Dazu kam eine umfangreiche Operettenpflege.

 

Junge Talente 1965–1983

1965 wurde Hans Gierster von Leopold Hager abgelöst, der sein Konzertrepertoire auf den Konzerten und Sinfonien von Haydn und Mozart aufbaute, aber verstärkt auch zeitgenössische Komponisten hören ließ. Hager erinnert sich der spezifischen Probleme dieser Jahre:

Von meinem Vorgänger Gierster auf romantischen Klang geschult, versuchte ich klassische Durchsichtigkeit und weniger Pathos zu erreichen. Problemgruppen waren die Bratschen und Hörner, aber sehr gute Holzbläser, besonders die Oboe (Renner) sind mir in Erinnerung geblieben.
Thomas Ungar, GMD 1969–1973
Thomas Ungar

Das Orchester hatte in dieser Zeit zehn Opernpremieren vorzubereiten, daneben die normale Konzertreihe und die von Hager eingerichtete Reihe der Montagskonzerte mit zeitgenössischer Musik. Hager schaffte zudem die Galaabende am Ende der Spielzeit ab und installierte stattdessen ab 1968 das musikalische Wochenende in St. Peter, das 20 Jahre mit vielen internationalen Solisten, Chören und Orchestern existierte.

Von 1969 bis 1973 wurde Thomas Ungar Generalmusikdirektor in Freiburg. Den Dirigenten würdigt Heinz W. Koch in seiner rückblickenden Besprechung im Jubiläumsbuch 100 Jahre Freiburger Philharmonisches Orchester:

Thomas Ungar hat es, scheint mir, immer etwas schwer, wenn von den Dirigenten die Rede ist, die Spuren hinterließen. Und in allen Diskussionen, die dieses Thema berühren, beharre ich darauf, daß Ungar damit Unrecht widerfährt. Wer — ein paar Beispiele müssen genügen — hörte, wie Ungar aus Beethovens Fidelio eine fast mediterrane Clarté herausfilterte, wieviel elektrisierend-südländisches Brio (das Stück spielt in Spanien, bei Ungar fiel es auf), wer aufnahm, mit welch unaufhaltsamem Sog dieser Beethoven aufs Finale hin drängte, welches Fieber, welche Erregung ihm innewohnten, der wird in diesem Dirigenten keinen minderen Glücksgriff erkennen mögen.
(Heinz W. Koch, „Von Thomas Ungar bis Adam Fischer. Persönliche Erinnerungen an Freiburger Generalmusikdirektoren“, in: 100 Jahre Freiburger Philharmonisches Orchester, Frieburg 1987, S. 60 f.)
Marek Janowski, GMD 1973–1975
Marek Janowski

Mit Marek Janowski trat 1973 ein 32-jähriger Dirigent seine erste Chefposition beim Philharmonischen Orchesters an, der noch heute zu den Größen seines Faches zählt. Als sachlicher, intellektueller Musiker verhalf er dem Philharmonischen Orchester zu einem qualitativen Sprung. Seine Aufführungen der Mozart-Oper Titus, von Tschaikowskis 5. Sinfonie, Alban Bergs Lulu und auch Bernd Alois Zimmermanns Ekklesiastischer Aktion fanden großen Anklang bei den Kritikern. Nach nur zwei Jahren folgte Janowski einem besser dotierten Angebot aus Dortmund. Spätere Stationen führten ihn in die großen Opernhäuser auf der ganzen Welt, heute ist er Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Zuletzt dirigierte Janowski 2011 das Philharmonische Orchester Freiburg anlässlich des 100. Geburtstages des Theater Freiburg an seiner alten Wirkungsstätte.

Janowskis Nachfolger Klauspeter Seibel kannte Freiburg bereits aus einer früheren Tätigkeit als Erster Kapellmeister. Im Rückblick erscheint Seibel als einer der introvertierteren, wenig markanten Generalmusikdirektoren, die kaum dauerhafte Spuren hinterließen. Nach vier Jahren verließ er Freiburg in Richtung Hamburg, um dort an der Staatsoper eine Stelle als Erster Kapellmeister anzutreten. Schillernd und temperamentvoll dagegen, aber mit einem Alter von mehr als 40 Jahren bei Amtsantritt bereits einer der ältesten Freiburger GMDs, besetzte Klaus Weise 1978 den Chefsessel des Philharmonischen Orchesters. Seinen Showmaster-Qualitäten hinter dem Pult entsprachen zumindest teilweise auch seine Konzertprogramme, denen Kritiker „Hitparaden-Charakter“ attestierten.

Ein weiter junger und begabter Dirigent trat 1981 mit Ádám Fischer in Freiburg seine erste Stelle als GMD an. Fischer, Ungar aus Budapest, hatte zuvor schon in großen Häusern gearbeitet und stellte sein Können in Freiburg unter anderem mit Mahlers 2. Sinfonie unter Beweis. Er brachte den Mut auf, das Mammutwerk mit seinen Massen von Musikern und Sängern auswendig zu dirigieren. Nur drei Jahre blieb Fischer in Freiburg, bevor eine Karriere antrat, die ihn unter anderem an die Opernhäuser von Mailand, Paris, London und New York führte.

 Klauspeter Seibel, GMD 1975–1978
Klaus Weise, GMD 1978–1981
Adam Fischer, GMD 1981–1983
Klaupeter Seibel (l.), Klaus Weise (m.) und Ádám Fischer (r.)

Neue Musik und Programmexperimente 1983–1993

Eberhard Kloke, GMD 1983–1988
Eberhard Kloke

Auf Fischer folgte von 1983 bis 1988 Eberhard Kloke als einer der am stärksten umstrittenen Generalmusikdirektoren in der Geschichte des Philharmonischen Orchesters. Im Gegensatz zu seinem ganz auf dem traditionell-klassischen Programmschema fußenden Vorgänger brachte er in seinen Programmen mehr als fünfzig Prozent zeitgenössische Komponisten zur Aufführung. Seine Leidenschaft galt der Neuen Musik, in deren Mittelpunkt die Wiener Schule, besonders – durch das Jubiläumsjahr 1985 gefördert – Alban Berg stand. Weitere Schwerpunkte bildeten Igor Strawinsky, Charles Ives, Bernd Alois Zimmermann, György Ligeti und Klaus Huber. Gleich von Anbeginn stand auch Karlheinz Stockhausen im Zentrum von Klokes Konzerten. Daneben ergänzten u.a. Werke von Mozart, Mahler (die 1., 3., 4., 5., 6. und 9. Sinfonie sowie die Rückert-Lieder und Die Lieder eines fahrenden Gesellen) und Bruckner (die 3.. 6., 8. und 9. Sinfonie, das Te Deum und die e-moll-Messe) die Programme.

Kloke suchte nicht nur neue Wege im Programmschema der Konzerte, er „stiftet durch die Programmidee eine Beziehung zwischen den Stücken, auf daß sie sich gegenseitig beleuchten, zueinander sich in Szene setzen, mit einander sprechen und gegeneinander“ (Hans Heinrich Eggebrecht in 100 Jahre Freiburger Philharmonisches Orchester, S. 76). Dazu gehörte auch, dass Kloke in seinen Konzerten mitunter den Rahmen der traditionellen Aufführung sprengte und zu szenischen Umsetzungen einiger Konzerte überging. In seinen Opernprogrammen war allerdings von diesem neuen Bild wenig zu spüren, dort neigte er zu Werken des Standardrepertoires wie Freischütz, Fidelio, Figaros Hochzeit, Don Giovanni, Tosca und Madame Butterfly. Bemerkenswert sind einige Barockopernversuche, wie Händels Belsazar, Rameaus Hippolyth und Aricie und Werner Schroeters Produktion von Cherubinis Medée in der französischen Originalversion. Zahlreiche Operetten und Musicals ergänzten den Musiktheaterspielplan, der pro Spielzeit mit einem zeitgenössischen Werk angereichert wurde; so sah Freiburg in der „Ära Kloke“ erstmals Ligetis Le grand macabre, Rihms Hamletmaschine und die Uraufführung von Violeta Dinescus Hunger und Durst.

Eberhard Kloke, GMD 1983–1988
1985, Generalprobe Gustav Mahlers 3. Sinfonie, Leitung: GMD Eberhard Kloke
Auszug aus einem Programmheft (1986/87) während der Amtszeit Eberhard Klokes
Das Philharmonische Orchester Freiburg beim Gastspiel in Straßburg am 20.04.1984 mit Iannis Xenakis' „Terretektorh“, Leitung: GMD Eberhard Kloke
Bildstrecke: Eberhard Kloke und seine Aufführungen
Jubiläumskonzert zum 100. Geburtstag des Philharmonischen Orchesters 1987
Komponist Wolfgang Rihm gratuliert dem Philharmonischen Orchester zum 100. Jubiläum („100 Jahre Freiburger Philharmonisches Orchester“, 1987, S. 7)
100. Jubiläum des Orchesters 1987: Jubiläumskonzert und Gratulation von Komponist Wolfgang Rihm.
Gerhard Markson, Chefdirigent und kommissarischer GMD 1988–1989
Gerhard Markson

Dagegen war die Auswahl der Bühnenwerke in der Interimsspielzeit 1988/89, in der Gerhard Markson als kommissarischer Generalmusikdirektor wirkte, durchaus vielfältiger. Es gab neben dem Rosenkavalier die Rockoper Avos und die Uraufführung der Oper Tiriel des russischen Komponisten Dimitri Smirnow, aber auch spannende Wiederaufführungen vergessener Opern wie Halévys Der Blitz und Kreneks Jonny spielt auf. Auch im Konzertbereich gab es unter Markson ein Wiederhören von unter Kloke vernachlässigten russischen und französischen Komponisten wie Schostakowitsch, Borodin, Glasunow und Ravel, auch wenn in dieser kurzen Frist die Konzertprogramme kein wirkliches „Gesicht“ gewinnen konnten.

Donald Runnicles, GMD 1989–1993
Donald Runnicles

Die Linie der französischen (Roussel, Koechlin,, Ravel, Bizet, Ibert, Jolivet, Dutilleux) und russischen Komponisten setzte darauf der junge, in Edinburgh geborene Donald C. Runnicles fort. Er war Korrepetitor und Kapellmeister in Mannheim und stellvertretender GMD in Hannover gewesen, bevor er von 1989 bis 1993 Generalmusikdirektor in Freiburg wurde und gleichzeitig ab 1992 als Direktor der San Francisco Opera arbeitete. Heute ist Runnicles GMD der Deutschen Oper in Berlin (und damit neben Marek Janowski einer von zwei ehemaligen Freiburgern, die heute als Orchesterchefs in der Hauptstadt wirken).

In totalem Gegensatz zu den Programmen Klokes kehrte er zum traditionellen Programmschema der Sinfoniekonzerte zurück. In seinen Programmen waren zeitgenössische Komponisten wie Pärt, Messiaen, Yun, Gorecki, Hummel u. a. eher Ergänzungen zu den großen Sinfonien Beethovens, Bruckners (1., 7. und 8.), Dvoraks, Sibelius’ und Schostakowitschs (1., 10. und 15.). Neu waren für Freiburg einige Werke englischer und amerikanischer Komponisten wie Bernstein (2. Sinfonie, Candide-Suite, Chichester-Psalms), Tippett, Walton und Barber. Runnicles brachte daneben aber auch Werke wie Schnittkes 5. Sinfonie, seine Gogol-Suite und Kompositionen von Lutoslawski zur Aufführung. Noch mehr als der Konzertspielplan wurde der Opernspielplan von Runnicles vom gängigen Repertoire bestimmt. Aufführungen von Britten-Opern wie Peter Grimes und Billy Budd blieben bei Presse und Publikum in tiefer Erinnerung. Daneben fehlten weder Hänsel und Gretel noch Don Carlos, Carmen, Die Entführung aus dem Serail, Der Barbier von Sevilla und Der Liebestrank oder Hoffmanns Erzählungen. Für Runnicles war es wichtig, das Repertoire auf möglichst hohem Niveau zu präsentieren, dafür nahm er in Kauf, dass seine Opern-Spielpläne kaum zeitgenössische Werke verzeichneten. Hatte das Philharmonische Orchester unter Kloke einen deutlichen Niveaugewinn mit Zeitgenössischem erlangt, so baute es diesen unter Runnicles nun mit den Werken des Repertoires weiter aus.

 

Herausforderung Konzerthaus 1993–2008

1993 löste Johannes Fritzsch Donald Runnicles als Generalmusikdirektor ab. Er dirigierte am 28. Juni 1996 das Eröffnungskonzert des Philharmonischen Orchesters im neuen Konzerthaus. Dass dieser Umzug bei aller Freude auch einige Ungewissheiten mit sich brachte, formuliert Fritzsch selbst in seinem programmatischen Vorwort zum Spielplan:

Zugegeben, ganz unbeschwert sind unsere Herzen nicht bei der Vorbereitung des Umzugs und bei der Vorstellung der sich wesentlich verändernden Orchesterlandschaft in Freiburg. Nach jahrzehntelangem Arbeiten unter dem schützenden Dach des Stadttheaters werden wir im Konzerthaus neben vielen anderen Klangkörpern um den Zuspruch des Freiburger Publikums ringen müssen.

Gegen die nun unmittelbare Konkurrenz des SWR-Sinfonieorchesters, das ebenfalls im Konzerthaus seine neue Spielstätte fand, profilierte Fritzsche das Philharmonische Orchester mit einem Bekenntnis zu den Werken der Wiener Klassik, der Romantik und der klassischen Moderne. Ein Anliegen war ihm auch Öffnung des Spielplans für die allerjüngsten Musikhörer in Form von zahlreichen Kinder-, Jugend- und Familienkonzerten.

Johannes Fritsch, GMD 1993–1999
Johannes Fritzsch
Kwamé Ryan, GMD 1999–2003
Kwamé Ryan

Zur Jahrtausendwende übernahm mit Kwamé Ryan erneut ein junger, aufstrebender Dirigent das Amt des Generalmusikdirektors. Schon in seiner ersten Spielzeit stellte Ryan den Spielplan des Orchesters wieder auf ein breiteres historisches und geografisches Fundament, das Kompositionen des europäischen Barock ebenso umfasste wie programmatische Schwerpunkte auf zeitgenössischer amerikanischer Minimal Music oder Werken der russischen Moderne. Und auch den Kontakt zu den anderen Freiburger Klangkörpern suchte Ryan verstärkt: Gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester, dem ensemble recherche, dem SWR-Sinfonieorchester und den Albert-Konzerten stellte das Philharmonische Orchester in der Spielzeit 2001/2002 ein Sonderprogramm zu Ehren von Wolfgang Rihms 50. Geburtstag auf die Beine und feierte so einen der einflussreichsten Komponisten der Gegenwart, der noch dazu zum Theater und zur Stadt Freiburg eine enge Beziehung hat.

Karen Kamensek, GMD 2003–2006
Karen Kamensek

Mit Karen Kamensek trat 2003 die erste Frau das Amt der Generalmusikdirektorin am Theater Freiburg an. Die junge Dirigentin hatte eine Vorliebe für große, mehrere Spielzeiten übergreifende Projekte. So machte sie es sich und dem Orchester zur Aufgabe, in ihrer Amtszeit alle Symphonien von Brahms sowie sämtliche großen Orchesterwerke des neoklassizistischen tschechischen Komponisten Bohuslav Martinu aufzuführen. Anlässlich des 10. Jubiläums des Konzerthauses beteiligte sich das Philharmonische Orchester an einer immerhin vier Tage dauernden Veranstaltung im Konzerthaus, bei der Kamensek die von Kwamé Ryan initiierte Kooperation mit dem Freiburger Barockorchester, dem ensemble recherche, dem SWR Sinfonieorchester und den Albert Konzerten wieder aufleben ließ. Kamensek, die heute als Generalmusikdirektorin an der Staatsoper Hannover arbeitet, verließ Freiburg jedoch schon nach drei Jahren wieder. Sie kann daher als ein weiteres Beispiel für das „Sprungbrett Freiburg“ gelten, von dem viele junge Dirigenten profitierten.

Nach Kamenseks Weggang übernahmen zunächst Patrik Ringborg, der zuvor schon als Kapellmeister und Chefdirigent beim Philharmonischen Orchester gearbeitet hatte, sowie der bereits bewährte Gerhard Markson für jeweils eine Spielzeit kommissarisch das Amt des GMD. Vor allem Patrick Ringborg versuchte trotz der kurzen Zeit den Spielplan beziehungsreich zu gestalten. So ließ er etwa die Opern-Premiere von György Ligetis Le grand macabre durch weitere Werke von Ligeti in den Sinfonie- und Kammerkonzerten rahmen.

 

Seit 2008: Fabrice Bollon

Fabrice Bollon, GMD seit 2008
Fabrice Bollon

Zur Spielzeit 2008/09 fand das Orchester schließlich in Fabrice Bollon wieder einen ordentlichen Generalmusikdirektor. „Ein gutes Konzert ist wie eine gelungene Reise: Vertraute Landschaften aufs Neue betrachten, neue Gegenden entdecken und sich in unbekannte vorwagen“, stellte Bollon seiner Amtszeit als Motto voran. Und obwohl Bollons Entdeckungsreisen mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg noch lange nicht beendet sind, hat seine Arbeit dem Orchester doch bereits ein markantes, frisches Profil gegeben. Aus einem intensiven Interesse an der Vielfalt der Musik heraus präsentiert das Philharmonische Orchester unter Bollon ein breites Spektrum von Epochen und Genres: Schwerpunkte auf osteuropäischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts bestimmten die Spielpläne ebenso wie Wagners Opernwerke oder die – in Deutschland sonst wenig gespielten – französischen Neoklassizisten. Bollon bringt Crossover-Konzerte mit Jazz- und Popkünstlern unter einen Hut mit seinem programmatischen Bekenntnis zur historischen Aufführungspraxis, die das Philharmonische Orchester mit Barockopern wie z.B. Rinaldo verfolgt. Für Aufmerksamkeit sorgte nicht zuletzt die erste Gesamtaufführung des Ring der Nibelungen in Freiburg seit 1949 – ein Vorhaben, das das Orchester an seine physische Belastungsgrenze führte, aber durch die starke positive Resonanz in der Stadt und weit darüber hinaus belohnt wurde. Und bei aller Konzentration auf klangliche und historische Flexibilität des Orchesters fehlt es Bollon nicht an Humor bei der Gestaltung des Programms. So führte er im ersten Sinfoniekonzert seiner ersten Spielzeit die ersten Sinfonien von Beethoven, Méhul und Schumann auf, im zweiten Sinfoniekonzert der zweiten Spielzeit dann lauter „zweite Werke“ und so weiter. Bollons Programm kommt nicht nur bei den Orchestermusikern und im Publikum gut an, sondern auch in der Fachwelt: 2011 verlieh der Verband der deutschen Musikverleger Fabrice Bollon und dem Philharmonischen Orchester Freiburg den Preis für das beste Konzertprogramm der Spielzeit.

Hermann Dimmler, Gründer des Philharmonischen Vereins
Gustav Starke, Kapellmeister 1890–1919, Opernspielleiter 1919–1924
Ewald Lindemann, erster Generalmusikdirektor 1924–1929
Hugo Balzer, GMD 1929–1934
Franz Konwitschny, GMD 1934–1939
Städtisches Orchester um 1935, „Te deum“ von Anton Bruckner, Leitung: GMD Franz Konwitschny (Stadtarchiv Dwf 555)
Bruno Vondenhoff, GMD 1939–1944
Heinz Dressel, GMD 1951–1956
Probe von Wagners „Meistersingern“ 1949, mit denen der Opernbetrieb am Theater Freiburg wieder eröffnet wurde.
Theaterzettel zu Wagners „Meistersingern“ 1949
Hans Gierstner, GMD 1956–1965
Thomas Ungar, GMD 1969–1973
Marek Janowski, GMD 1973–1975
 Klauspeter Seibel, GMD 1975–1978
Klaus Weise, GMD 1978–1981
Adam Fischer, GMD 1981–1983
Eberhard Kloke, GMD 1983–1988
Eberhard Kloke, GMD 1983–1988
1985, Generalprobe Gustav Mahlers 3. Sinfonie, Leitung: GMD Eberhard Kloke
Auszug aus einem Programmheft (1986/87) während der Amtszeit Eberhard Klokes
Das Philharmonische Orchester Freiburg beim Gastspiel in Straßburg am 20.04.1984 mit Iannis Xenakis' „Terretektorh“, Leitung: GMD Eberhard Kloke
Komponist Wolfgang Rihm gratuliert dem Philharmonischen Orchester zum 100. Jubiläum („100 Jahre Freiburger Philharmonisches Orchester“, 1987, S. 7)
Jubiläumskonzert zum 100. Geburtstag des Philharmonischen Orchesters 1987
Gerhard Markson, Chefdirigent und kommissarischer GMD 1988–1989
Donald Runnicles, GMD 1989–1993
Donald Runnicles, GMD 1989–1993
Johannes Fritsch, GMD 1993–1999
Johannes Fritsch, GMD 1993–1999
Kwamé Ryan, GMD 1999–2003
Karen Kamensek, GMD 2003–2006
Fabrice Bollon, GMD seit 2008